Lernaufenthalt 2009 in Südtirol / Italien und Norwegen



Der typische Arbeitstag
während des Lernaufenthaltes


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Name Beruf Arbeitsablauf
Enrico Fischer Fachinformatiker Systemintegration

Mein Arbeitstag beginnt täglich um 8 Uhr. Da ich jeden morgen ca. 30 km von Villanders, meinem Wohnort, nach Bozen zum LVH fahren darf, begebe ich mich um etwa 7:30 Uhr auf den Arbeitsweg.
Meine Arbeit hat sich als sehr abwechslungsreich erwiesen, da es im Grunde genommen jeden Tag etwas anderes zu erledigen gilt. Zu meinen grundlegenden Aufgaben hier beim LVH gehört die Wartung der Mitarbeiter-PCs, eventuelle Fehleranalyse als auch –korrektur dieser Fehler. Zwischenzeitlich sind Druckpatronen zu wechseln, neue Geräte oder Programme für die Mitarbeiter zu installieren und PCs für die Mitarbeiter zu konfigurieren, d.h. mit Standardprogrammen auszustatten, an die Domäne anmelden, Netzwerkfreigaben  zuzuweisen, usw. .
Ein sehr umfangreicher Teil des Lernaufenthaltes besteht darin das die alte NT4-Domäne auf eine Windows Server 2003-Domäne aktualisiert werden soll, wodurch ich mich in letzter Zeit vornehmlich über sogenannte Vertrauensstellungen zwischen Domänen informiert habe. Diese waren dann ausführlich in Virtuellen Maschinen zu testen damit der Ernstfall dann nicht schief läuft, denn ein Ausfall der Domäne wäre fatal. Hierfür mussten diverse Virtuelle Maschinen, wie der NT4-Domänencontroller, der Windows Server 2003 und ein XP bzw. Windows 2000-Client erstellt werden.
Mein Arbeitstag endet in der Regel um ca. 17:30 Uhr, es kommt allerdings auch gelegentlich vor das man mal länger bleibt weil für den nächsten Tag noch ein PC fertig gemacht werden muß oder Ähnliches. Meist bin ich allerdings so gegen 18 Uhr wieder Zuhause in Villanders.

Alexander Wild Bäcker

Mein Arbeitstag beginnt um 1:30 Uhr.
Zuerst mache ich mt dem Meister Roggenbrote. Diese sehen den Deutschen sehr ähnlich. Danach folgen die typisch regionalen Brot- und Brötchensorten. Das Aussehen stammt aus dem italienischen Raum da das Brot dort oft gewickelt wird. Die Rohstoffe entsprechen dem traditionsreichen Südtiroler Raum, da hier viel mit Roggenmehl gebacken wird.
Als erstes sind das Vollkornbreatler. Das sind kleine Fladenbrote aus einem Roggenvollkornteig mit vielen Gewürzen. Danach folgen Sonnenblumenkern- und Leinsamenbrötchen. Das sind gewickelte Brötchen aus Roggen-Mischbrotteig entweder mit Leinsaat- oder Sonnenblumenkernzusatz. Ein Mitarbeiter fertigt daraus Kaisersemmel, während meine anderen Kollegen und ich Baguettes, kleine und große Weizenbrote (in Südtirol Weggen genannt) und gewickelte Brötchen herstellen. Die gewickelten Brötchen heißen in Südtirol Krapfen. Die in Deutschland bekannten Krapfen oder Berliner heißen in Südtirol Faschingskrapfen.
Danach darf ich alleine Baguettes machen. An einigen Tagen gibt es noch Laugenbrötchen oder Paprikastangen.Diese darf ich ebenfalls alleine machen.
Zum Schluss folgen noch Schüttelbrote. Der Teig dafür gleicht dem der Breatler. Ein Roggenteig vielen Gewürzen, z.B. Fenchel, Kümmel, Brotklee, Maggikraut. Die Herstellungsweise ist eine ganz spezielle, die es nur hier in Südtirol gibt. Dazu gibt man den Teigling, das so genannte Breatl, auf ein kleines rundes Holzbrett. Nun wird der Teigling durch rhythmische Dreh- und Schlagbewegungen auf eine Größe von ca. 20 cm geschüttelt. Traditionell wird Schüttelbrot zu Speck und Käse gegessen. Es ist sehr trocken und hart, weshalb es fast ein halbes Jahr haltbar ist.
Wenn die eigentliche Arbeit getan ist, liefern wir das Brot aus. Jeder Kunde bekommt eine Tüte mit Brot an die Haustüre. Die Hotels bekommen große Kisten mit Semmeln. Danach gebe ich die Bestellungen für den nächsten Tag in den Computer in der Backstube ein.
Um 8 Uhr sind wir meistens mit der Arbeit fertig.

Julia Linke Bürokauffrau

Hier war ich eigentlich für alle Arbeiten die angefallen sind und die man einer Praktikantin auftragen könnte, zuständig gewesen. Am Anfang musste ich viel kopieren oder Pläne falten. Dies konnte ich erstmal gar nicht, sie sind krumm und schief geworden. Aber bei jeden Mal wurde es immer besser. Oder Exceltabellen anfertigen für die Baustellen oder Übersichten der Arbeiter. Manchmal kam es auch mal vor das ich nichts zu tun hatte, dann bekam ich Aufgaben wie das Archiv neu ordnen oder einen Sitzungssaal herrichten.
Im Oktober dann hatte die Firma Alpenbau ihre 30. Jahr Feier für die musste ich Einladungen ausschneiden und falten, Menukarten falten, ein Fotobuch erstellen usw. Und die Firmenzeitung zum Druck bringen und wieder abholen.

Uwe Kunert / Arian Ahmetaj Maler & Lackierer

Unsere Arbeit beginnt morgens um 7 Uhr. Je nach Baustelle werden wir da für Trockenbau, Malerei (Grundieren, Streichen, Lackieren), Spachteln, Verputzen, Armieren und Tapezieren eingesetzt. Unser Arbeitstag endet um 17 Uhr und dann müssen wir noch in die Firma fahren wodurch wir meistens erst so 18-20 Uhr Zuhause sind.

Manuela Hepp

/ Kristin Köhler

Medienkauffrau für Digital und Print / Bürokauffrau

Die Schule beginnt um 9.00 Uhr und endet gegen 14.30 Uhr.
Wir haben einen eigenen Stundenplan bekommen und sind somit jeden Tag in einer anderen Klasse.
Am Montag unterstützen wir die Lehrer der zweiten Klasse. Hier werden die Fächer Religion, Norwegisch und Mathematik belegt. 
Dienstag ist unser Projekttag. Die 5. bis 7. Klassen haben eine Art Werkunterricht, in der sie sich kreativ entfalten. Hier leisten wir Hilfestellungen und können uns mit eigenen Ideen einbringen.
Mathe und Norwegisch steht mittwochs auf dem Stundenplan, in der 4. Klasse. Es gibt ein paar deutsche Kinder, denen wir beim Rechnen helfen können.
Am Donnerstag kochen wir zusammen mit der 9. Klasse im Fach Hauswirtschaft leckere Gerichte, von Schokoladenkuchen bis Hamburger ist alles dabei. Natürlich werden diese anschließend gekostet und die Küche wieder aufgeräumt.
Den letzten Tag in der Woche verbringen wir in der 3. Klasse. Auch hier helfen wir den Lehrern und Kindern im Norwegisch-,  Musik-, und Kunstunterricht.
Nebenbei konnten wir einigen Schülern aus der 10. Klasse bei  ihrer Projektarbeit behilflich sein. Das Thema lautet „Jungendsprache in Europa“. Wir haben eine kleine Präsentation zusammen gebastelt und so gut es geht einen norwegischen Text zum Thema „Jugendsprache in Deutschland“ recherchiert bzw. übersetzt.
Die Arbeit mit Schülern und Lehrern ist sehr abwechslungsreich und macht uns beiden viel Spaß und wir haben sogar schon einige Wörter Norwegisch gelernt.